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Heizungseinstellungen optimieren und Kosten sparen (12.09.2017)

Hydraulischer Abgleich für mehr Effizienz - Kosten dafür werden gefördert

Wenn die Heizung pfeift und gluckert oder die Zimmer trotz gleicher Thermostateinstellung unterschiedlich warm werden, dann kann es Zeit für einen hydraulischen Abgleich sein. Bei dem werden die Einstellungen der Heizungsanlage überprüft und dem tatsächlichen Bedarf angepasst – nur so ist ein effizienter Betrieb der Heizung möglich. Den hydraulischen Abgleich nimmt ein Fachhandwerker vor – und weil die richtigen Einstellungen anschließend in vielen Fällen Energie sparen und so den Klimaschutz unterstützen, werden die Kosten dafür sogar staatlich gefördert.

Wenn es in der Heizungsanlage nicht rund läuft, dann erhöht das nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch die Kosten. Ein hydraulischer Abgleich schafft hier oft Abhilfe. Dazu kommt ein Experte ins Haus, der vor Ort sowohl alle erforderlichen Daten zur Berechnung des Wärmebedarfs der einzelnen Räume und auch die Leistung aller installierten Heizflächen erfasst. Mit diesen Daten berechnet er die optimalen Einstellwerte für alle Komponenten der Heizungsanlage. „Diese systematische Vorgehensweise sorgt später für eine bedarfsgerechte Wärmeverteilung“, sagt Christian Halper vom Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO). „Wird weder zu viel noch zu wenig Wärme in den einzelnen Räumen bereitgestellt, sorgt dies für einen effizienten Umgang mit der eingesetzten Energie.“

Erreicht wird das, indem einzelne Heizungskomponenten besser aufeinander und auf die Gegebenheiten der Heizungsanlage und des Gebäudes abgestimmt werden. Ist die Heizungspumpe zu hoch eingestellt? Wie ist die Durchflussbegrenzung der einzelnen Heizflächen eingestellt? Wie warm soll der Raum werden? All das sind Fragen, mit denen sich der Installateur bei einem hydraulischen Abgleich beschäftigt. Den tatsächlichen Wärmebedarf des Hauses und seiner Bewohner ermittelt er in der Regel mit einer speziellen Software. Dabei werden auch die optimale Vorlauftemperatur für das System und die nötige Wassermenge für jeden einzelnen Heizkörper berechnet. Zudem können veraltete und überdimensionierte Umwälzpumpen bei dem Termin direkt gegen passende und effizientere ausgetauscht werden.

Zuschüsse vom BAFA

Wer sich für diese Maßnahmen entscheidet, kann die „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nutzen. Bis zu 30 Prozent der Kosten werden übernommen. Infos dazu gibt es auf www.bafa.de.

Sinnvoll ist der hydraulische Abgleich z. B. nach einer größeren Veränderung an der Heizungsanlage oder nach Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle: Wer eine wesentliche Änderung vornimmt, sollte einen hydraulischen Abgleich durch einen Fachhandwerker vornehmen lassen. Das gilt auch für Modernisierer: „Wer seine Heizungsanlage auf den neuesten technischen Stand bringt, sollte auch den hydraulischen Abgleich nicht vergessen“, so Christian Halper. Alle Infos rund um den hydraulischen Abgleich hat das IWO hier zusammengefasst: www.zukunftsheizen.de/hydraulischer-abgleich.

Bild 1: Beim hydraulischen Abgleich überprüft ein Fachhandwerker nicht nur die Einstellungen der Heizungsanlage, er passt sie auch an den tatsächlichen Bedarf des Hauses an. Foto: IWO

Bild 2: Unterschiedliche Temperaturen trotz gleicher Thermostateinstellungen? Ein hydraulischer Abgleich sorgt für gleichmäßige Wärme im ganzen Haus. Grafik: IWO

Quelle: Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO)

 

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