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Erdgas bleibt weiterhin Energieträger Nr. 1 bei Modernisierern und Bauherren (15.06.2018)

ERDGAS führt weiterhin im Neubau: 39 Prozent der Bauherren entscheiden sich für den kosteneffizienten und klimaschonenden Energieträger

Die Erdgasinfrastruktur wird auch im Energiemarkt der Zukunft eine wesentliche Rolle spielen, erklärte Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft ERDGAS, auf den Berliner Energietagen 2018. "Wir dürfen nicht mit Scheuklappen auf den Gebäudesektor blicken. Den Wärmemarkt durch eine reine Elektrifizierung zu dekarbonisieren, wird Jahrzehnte dauern und unnötig hohe Mehrkosten verursachen", so Kehler.

Die neue Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Energiewende im Wärmemarkt voranzutreiben und hat daher im Koalitionsvertrag eine Neugestaltung des Gebäudeenergiegesetzes festlegt. "Möglichst viel CO2 pro Fördereuro einzusparen, muss – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – im Wärmemarkt zur Leitgröße werden. Dafür muss die KfW ihre etablierten Förderprogramme für den Heizungstausch weiter fortsetzen können. Ein Förderstopp für vermeintlich fossile Gasheizungen wäre eine politische Fehlentscheidung – denn Gas kann grün. Auch gilt es nun, die Primärenergiefaktoren, die die wichtigste Planungsgröße für Gebäudeenergie sind, endlich am CO2-Ausstoß auszurichten", fordert Kehler.



Die Senkung der CO2-Emissionen im Gebäudesektor ist mit Gastechnologien deutlich günstiger zu erreichen als mit einer Vollelektrifizierung, wie eine Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) zeigt. Darin werden verschiedene Szenarien für eine CO2-Reduktion des Gebäudesektors in Höhe von 80 bzw. 95 Prozent gegenüber 1990 verglichen. Das Ergebnis: Ein technologieoffener Ansatz ist bei gleicher CO2-Ersparnis bis 2050 um rund 390 Milliarden Euro günstiger als eine einseitige Sektorenkopplung auf Basis von Strom. Diese Einschätzung wird durch weitere Studien anderer Auftraggeber bestätigt. 

Auf Gas basierende Heizsysteme sind mit einem Anteil von mehr als 50 Prozent marktführend im Gebäudebestand. Und dieser Anteil wächst, denn von vier neu installierten Heizungen laufen drei mit ERDGAS, wie Zahlen des Bundesverbandes der Heizungsindustrie zeigen. Und auch im Neubau bleibt ERDGAS die erste Wahl von Bauherren. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes sind Gaslösungen mit 39 Prozent auch bei den 2017 genehmigten Gebäuden die beliebtesten Heizsysteme. Zudem steigt der Anteil an erdgasbasierter Fernwärme weiter an.

"Um die Wärmewende sozialverträglich zu gestalten, müssen die Kosten so gering wie möglich gehalten werden. Dafür braucht es einen funktionierenden Wettbewerb im Markt. Gas bietet den größten Klimaschutz zum kleinsten Preis und wird durch Innovationen wie Power-to-Gas in Zukunft selbst weitestgehend erneuerbar. Die aktuellen Zahlen zu Erdgasheizungen im Neubau bestätigen: Bauherren setzen auf kosteneffizienten Klimaschutz im Heizungskeller. Jetzt muss nur die neue Regierung nachziehen", so Kehler abschließend. 

Quelle: Statistisches Bundesamt, Datensatz "G 00 IE3 03 Baugenehmigungen (Genehmigungsfreistellung: alle) für Wohn- und Nichtwohngebäude nach Gebäudeart und verwendeter Energie zur Heizung (Primär) Neubau insgesamt, Jahr 2017" / Zukunft Erdgas e.V.

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