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Infrastruktur für Elektromobilität (07.03.2019)

Wer aktuell durch bundesdeutsche Großstädte wandelt, der bemerkt auf jeden Fall eines: Die Zahl der E-Ladesäulen hat sich massiv erhöht.

Zwar gibt es noch nicht, wie zum Beispiel in Kalifornien, eine Extraspur ("E-Lane") für Elektroautos, doch ist die Elektromobilität auch in Deutschland auf dem Vormarsch.

Das freut Hersteller wie Anbieter von Ladeinfrastrukturen, die mit den ersten sichtbaren Erfolgen selbstbewusster denn je ihr innovatives Produktportfolio auf der HANNOVER MESSE präsentieren. Darunter auch der sauerländische Mittelständler Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG. "2019 wird ein sehr spannendes Jahr", sagt Alfred Vrieling, Head of Sales bei Mennekes. "Der amerikanische Hersteller Tesla wird mit seinem Modell 3 auf den deutschen Markt kommen, dann wird sich zeigen, was passiert." Vrieling blickt optimistisch in die Zukunft. "Wenn die Elektromobilität durchstartet, sind wir auf jeden Fall dabei", freut er sich über die anstehende Mobilitätswende. Das Technologie-Unternehmen aus Siegen hat über den heimischen Markt hinaus ganz Europa im Blick, wobei sich zurzeit in Norwegen, in der Schweiz, in Schweden und in den Niederlanden am meisten tut.

Dafür braucht es allerdings einen weiteren Ausbau der Infrastruktur. Mennekes bietet nicht nur die passenden Steckerlösungen, sondern beschäftigt sich bereits seit Jahren auch mit der Installation und dem Service von Ladestationen. "Sie fahren mit einem Elektroauto nur dann irgendwo hin, wenn sich auch wissen, dass sie dort problemlos laden können", weiß der E-Fahrer Vrieling aus eigener Erfahrung. "Damit die Leute wirklich auf elektromobile Fortbewegung umsteigen, braucht es mehr Vertrauen, Kontinuität und Verfügbarkeit." Und es brauche, so Vrieling weiter, "dringend feste Tarife zwischen Providern und Betreibern von Ladesäulen." Da sei auch die Politik gefragt, um zukünftiges Durcheinander zu verhindern.

Apropos Politik: Für das Jahr 2020 hatte die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) einen Bedarf von 70 000 öffentlichen Ladepunkten und 7 100 Schnellladesäulen in Deutschland ermittelt. Die Bundesregierung stellt bis 2020 exakt 300 Millionen Euro für den bedarfsgerechten Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur zur Verfügung. Bleibt die noch offene Frage, wie das heutige Stromnetz die steigende Nachfrage bewältigt und wie sowohl in den Ballungsräumen als auch in der Fläche die notwendige Infrastruktur bereitgestellt werden kann.

Wenn sich die Digitalisierung der Netze durchgesetzt hat, vermuten viele Branchenkenner einen zügig wachsenden Markt für die Elektromobilität. Schon heute sind intelligente Technologien gefragt, wie sie beispielsweise ABB oder Phoenix Contact GmbH & Co. KG auf der kommenden HANNOVER MESSE im April zeigen werden. Denn im Zuge der immer größeren Ladeparkplätze mit möglichst alltagstauglichen kurzen Ladezeiten müssen die Antriebsbatterien von E-Autos künftig mit bis zu 500 kW geladen werden, um innerhalb von drei bis fünf Minuten eine Ladung für 100 Kilometer Reichweite zu erzielen. "Für die hohen Ladeleistungen bedarf es genügend Energie, die man beispielsweise über lokale Energiespeicher bereitstellen könnte", erklärt Eva von der Weppen, Pressesprecherin bei Phoenix Contact. "Dies vermag die Anschlussleistung des Ladeparks auf ein notwendiges Maß zu reduzieren, sodass stets genügend Energie zum Beispiel an Autobahntankstellen vorgehalten werden kann. Zudem müssen diese Ladestationen in der Lage sein, die hohen Ladeleistungen sicher und komfortabel auch ins E-Auto zu transportieren. Hier bieten wir mit unseren gekühlten HPC-Ladekabeln (High Power Charging) bereits heute eine markt- und serienreife Lösung an", fügt von der Weppen hinzu. Voraussetzung sei allerdings, dass die Antriebsbatterie des Elektroautos die hohe Ladeleistung aufnehmen kann und dabei auf ausreichend Ladezyklen für eine lange Lebensdauer ausgelegt ist. Da gibt es noch Nachholbedarf.

Auch der weltweit agierende Technologiekonzern ABB kümmert sich um die Ladeinfrastruktur. So zeigte ABB schon auf der HANNOVER MESSE 2018 die Terra High Power Ladestation mit bis zu 350 Kilowatt (kW). Sie ist in der Lage, Elektrofahrzeuge in nur acht Minuten mit genügend Strom für eine Reichweite von 200 Kilometern zu beladen. Damit eignet sich das neueste Spitzenmodell von ABB ideal für den Einsatz an Autobahnraststätten und Tankstellen. So wird dieses ABB-Produkt in zunehmendem Maß auf der ganzen Welt installiert; es gibt schon Tausende Schnellladestationen, die in 60 Ländern in Betrieb sind. Damit ist ABB weltweit einer der führenden Anbieter von Gleichstromladelösungen; Ladetechnologien, die Autos, aber auch Busse, Lastwagen sowie Schiffe, Eisenbahnen und Seilbahnen elektrifizieren sollen.

Auf der HANNOVER MESSE findet ABB ein ideales Umfeld, um wie alle anderen kleinen, spezialisierten oder großen Aussteller ins Gespräch mit Kunden aus allen Kontinenten zu kommen und damit die Mobilitätswende – auf der Basis der erneuerbaren Energien – voranzubringen.

Quelle: Deutsche Messe AG

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