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Heizölpreise-Trend: Steigende Rohölpreise plus schwacher Euro ziehen die Heizölpreise zum Wochenstart in die Höhe (10.09.2018)

Brentölpreis springt wieder klar über die Preismarke von 77 USD/Barrel - Euro weiter schwach und bleibt unter der Marke von 1,16 - Heizölpreise steigend in die neue Woche

Heizölpreise: Die bundesdurchschnittlichen Heizölpreise für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern (entspricht einem Energieinhalt von 30.240 kWh) schlossen am Freitagtagabend gegenüber dem Schlussstand vom Vortag um 0,6 % schwächer - konkret stand der Heizölpreis bei 79,85 Euro/100 L.

Neben den unten dargestellten Einflussfaktoren auf den Heizölpreis spielen aktuell zusätzlich noch die Schiffsfrachten an den Rheinschiene - die durch den niedrigen Wasserstand permanent gestiegen sind - und die Havarie der Raffinerie in Ingolstadt - wo es zu regionalen Versorgungsengpässen gekommen ist - eine besondere Rolle bei der aktuellen regionalen Heizölpreisbildung.

Gegenüber dem Heizölpreisstand vom 1.01.2018 sind die Heizölpreise aktuell um 23,6 % gestiegen.

Heizölpreise-Tendenz: Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklungen vom Freitag und dem aktuellen Stand der Börsen am Montagvormittag gehen wir heute für die Heizölpreise von folgender Tendenz aus: steigend!

 

Bereich Schlusskurs
06.09.2018
Schlusskurs
07.09.2018
Veränderung
zum Vortag
Tendenz
10.09.2018
Heizölpreis (€/100L)
3.000LStandardqual.
80,37 79,85 - 0,6 %
Rohölsorte Brent
(US-Dollar/Barrel)
76,50 76,83 + 0,4%
Wechselkurs
(Euro/US-Dollar)
1,1625 1,1570 - 0,5 %

 

Als Hauptursachen für die Entwicklung der Heizölpreise können folgende preisbestimmenden Faktoren für den gestrigen und heutigen Tag herangezogen werden:

1. Ölpreise: Der Ölpreis für die Sorte Brent für eine Auslieferung im Monat November 2018 schloss am Freitag mit einem Plus von 0,4 % bei 76,83 USD/Barrel - damit konnte der Ölpreis seinen Stand über der Marke von 76 USD/Barrel ausbauen. Die aktuellen Probleme in den Schwellenländern halten die Ölpreise vorerst unter Druck.

Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis der Sorte Brent um rund 14,9 % gestiegen.

Ölpreis-Tendenz: Zum Start in den Montag zeigt sich der Brentölpreis um 1,2 % stärker - aktuell steht der Ölpreis bei 77,71 USD/Barrel. Der Ölpreisanstieg zum Start in die neue Woche ist vorrangig eine Gegenreaktion der Märkte gegenüber dem Preisrückgang in der letzten Woche. Ein möglicher Faktor für den Preisanstieg am heutigen Vormittag ist die Angebotsverknappung aus dem Iran, wenn ab November die US-Wirtschaftssanktionen gegen den Iran greifen. Damit dürfte sich die Lage zwischen Angebot und Bedarf weiter zuspitzen.

2. Eurokurs: Der Kurs des Euro ging zum Tagesschluss am Freitag mit einem Minus von 0,5 % aus dem Tag und schloss bei 1,1570 - damit konnte der Euro seinen Stand über der Marke von 1,16 nicht halten. Positive US-Arbeitsmarktdaten für den Monat August zeigen, dass die US-Konjunktur weiter in Schwung ist und setzte damit den Euro unter Druck.

Seit Jahresbeginn hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um 3,7 % reduziert.

Eurokurs-Tendenz: Zum Start in die neue Woche zeigt sich der Euro leicht stärker - aktuell steht er bei 1,1590.

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